Sommer, Sonne, lange Tage – wir genießen die helle Jahreszeit, doch oft raubt uns das Licht genau die Ruhe, die wir nachts so dringend brauchen. In der Sommerzeit schlafen wir durchschnittlich 20–40 Minuten später ein.1 Die Ärztin Juliane Meiners weiß, wie man gegensteuert.
Wenn sich das Einschlafen nach hinten verschiebt, bedeutet das in der Regel auch weniger Schlaf und fehlende Erholung. „Licht ist der stärkste Zeitgeber unserer inneren Uhr“, erklärt die Ärztin Juliane Meiners. „Wenn es abends lange hell bleibt, verzögert sich die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin – wir werden später müde und schlafen kürzer.“
Den Schlafrhythmus schützen
Das Hormon Melatonin wirkt als biologischer Schlafsignalgeber. Die Produktion beginnt normalerweise, wenn es dunkel wird, und steigt bis tief in die Nacht an. Licht, insbesondere helles Tages- oder künstliches Licht am Abend, hemmt die Melatoninproduktion, sodass unser natürlicher Schlafrhythmus verschoben wird.
Die Folgen können sein: Müdigkeit, Konzentrationsmangel, erhöhte Stressanfälligkeit und reduzierte Leistungsfähigkeit. Juliane Meiners weiß: „Mit kleinen Anpassungen lassen sich lange Tage genießen, ohne dass Schlaf und Leistungsfähigkeit leiden.“
So bleibt der Schlaf stabil
- Feste Schlafzeiten – möglichst auch am Wochenende einhalten
- Licht steuern: abends Licht reduzieren, auch das Licht von Bildschirmen
- Schlafumgebung optimieren: verdunkeln und für angenehme Temperaturen (18–20 °C) sorgen
- Abendroutine: Entspannungstechniken vor dem Schlafengehen einbauen
- Rhythmus-Störer minimieren: späte Aktivitäten reduzieren, Partys oder Reisen bewusst timen
- Digitale Unterstützung: Schlafen lernen mit einer digitalen Therapie (DiGA) – Bei Schlafstörungen hilft somnovia medizinisch fundiert dabei, besser zu schlafen.
Wer seinen Schlafrhythmus bewusst schützt, bleibt leistungsfähig, ausgeglichen und gesund – selbst an den längsten Tagen des Jahres.
Schlafen lernen
somnovia ist ein interaktives Schlaftraining, das als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) kostenfrei auf Rezept erhältlich ist. Das Medizinprodukt führt die Nutzer einfühlsam durch personalisierte Inhalte und Übungen und bindet sie aktiv in den therapeutischen Trainingsprozess ein. Betroffene lernen unter anderem, einem individuell abgestimmten Schlaf-Wach-Rhythmus zu folgen, mit schlafhindernden Gedanken umzugehen und Entspannungstechniken anzuwenden, die das Einschlafen erleichtern.
1 Roenneberg et al., Current Biology, 2007