Schlechter Schlaf gehört für viele Menschen zum Alltag – ob es nun stressige Tage sind, die uns lange wach halten, eine zugrunde liegende körperliche Erkrankung oder einfach eine unruhige Nacht. Wenn unser Schlaf nicht erholsam ist, kann das zu einer großen Belastung werden. Doch ab wann kann man eigentlich von einer Schlafstörung sprechen? In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, was Schlafstörungen sind, wann sie diagnostiziert werden und welche Arten von Schlafproblemen es gibt.
Was ist eine Schlafstörung?
Es ist völlig normal, hin und wieder schlecht zu schlafen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein: Stress, zu späte Mahlzeiten, eine ungünstige Schlafumgebung oder unregelmäßige Schlafenszeiten. Solange solche Phasen nur gelegentlich auftreten und sich der Schlaf nach kurzer Zeit wieder normalisiert, spricht man nicht von einer Schlafstörung im medizinischen Sinne.
Schlafstörungen hingegen liegen vor, wenn Schlafprobleme über einen längeren Zeitraum bestehen und die Lebensqualität sowie die Funktionsfähigkeit im Alltag erheblich beeinträchtigt sind. Experten und Expertinnen aus der Schlafforschung sprechen in der Regel von Schlafstörungen, wenn die Beschwerden mindestens drei Mal pro Woche über einen Zeitraum von mehr als einem Monat auftreten.
Häufig liegen folgende Symptome vor:
- Verlängerte Einschlafzeit (i.d.R. länger als 30 Minuten)
- Häufiges, wahrnehmbares nächtliches Aufwachen
- Unruhiger und nicht erholsamer Schlaf
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit am Tag
- Konzentrations- und Leistungsschwäche
- Gereiztheit
Die Insomnie als häufigste Form der Schlafstörungen
Laut der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) werden Schlafstörungen als Beeinträchtigungen des Schlafes definiert, die zu spürbaren Einschränkungen im Alltag führen, wie Müdigkeit, Konzentrationsproblemen oder Reizbarkeit. Außerdem können sich die Schlafprobleme negativ auf den sozialen und beruflichen Alltag auswirken, was für Betroffene häufig zu einem hohen Leidensdruck führt.
Die häufigste Art von Schlafproblemen ist die Insomnie, die durch Einschlaf- oder Durchschlafstörungen sowie durch frühmorgendliches Erwachen gekennzeichnet ist. Eine Insomnie kann als akute Schlafstörung (kurzfristig) oder chronische Schlafstörung (länger als drei Monate) auftreten.
Bei Einschlafstörungen liegen Betroffene häufig abends lange wach und haben trotz Müdigkeit Schwierigkeiten beim Einschlafen.
Durchschlafstörungen liegen vor, wenn Betroffene nachts häufiger aufwachen und das erneute Einschlafen schwerfällt. Auch frühmorgendliches Erwachen zählt zu den Durchschlafstörungen.
Verschiedene Arten von Schlafstörungen
Schlafstörungen werden in verschiedene Formen unterteilt. Dazu gehören:
- Insomnie: Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen, häufiges Aufwachen oder zu frühes Erwachen.
- Schlafapnoe: Atemaussetzer während des Schlafs, oft begleitet von lautem Schnarchen.
- Parasomnien: Ungewöhnliche Verhaltensweisen im Schlaf, wie Schlafwandeln oder Albträume.
- Hypersomnie: Übermäßige Schläfrigkeit am Tag trotz ausreichendem Nachtschlaf.
- Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen: Schlafprobleme aufgrund eines verschobenen Schlaf-Wach-Rhythmus (z.B. bei einem Jetlag).
Es ist wichtig, die Ursache deiner Schlafprobleme zu erkennen, um gezielt dagegen vorgehen zu können. Wenn du regelmäßig von einem nicht erholsamen Schlaf betroffen bist, könnte es hilfreich sein, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Ein gesunder Schlaf ist essentiell für dein Wohlbefinden.
Warum ist guter Schlaf so wichtig?
Guter Schlaf ist extrem wichtig für die körperliche und psychische Gesundheit. Während wir schlafen, laufen zahlreiche Regenerationsprozesse im Körper ab. Schlaf fördert die Gedächtnisbildung, unterstützt lebenswichtige Körperfunktionen und stärkt unser Immunsystem. Schlafmangel kann hingegen zu Konzentrationsproblemen, Reizbarkeit und langfristig sogar zu körperlichen Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Problemen oder zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen führen.
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Fazit – Schlafstörungen sind behandlungsbedürftig
Schlafstörungen sind weit mehr als gelegentliche schlaflose Nächte. Wer dauerhaft schlecht schläft und dadurch im Alltag beeinträchtigt ist, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Eine rechtzeitige Diagnose kann helfen, die Ursache zu identifizieren und gezielt zu behandeln. Denn guter Schlaf ist die Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden.